Wien Umgebung – Klosterneuburg

Klosterneuburg ist eine Stadt am nordwestlichen Rand von Wien mit ca. 27.000 Einwohnern und war von 1938 – 1954 der 26. Bezirk von Wien. Danach kam sie zum neu gegründeten Bezirk Wien Umgebung, der 2016 aufgelassen wurde. Seitdem gehört Klosterneuburg zum Bezirk Tulln. Nach langen Kampf konnte Klosterneuburg wenigstens ein eigenes Autokennzeichen KG bekommen.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften: Klosterneuburg Stadt, im Nordwesten Kritzendorf und Höflein, im Westen Kierling und Maria Gugging, und im Südwesten Weidling und Weidlingbach.

Klosterneuburg Stadt

Das Martinsviertel wurde nach dem Jahre 900 besiedelt und ist der älteste Stadtteil Klosterneuburgs.

Der Jüdische Friedhof in der Holzgasse ist ziemlich verfallen und nicht öffentlich zugänglich.

Die Lunge von Klosterneuburg, das Augebiet wird leider immer kleiner. An der Donau befinden sich die Donaustube, wo man durchaus was essen kann und das Uferhaus, mit der besten Käsekrainer der Stadt. Vom Uferhaus aus kann man auch mit der Rollfähre nach Korneuburg übersetzen. Für 8 € incl. Beifahrer erspart man sich ca. 23 km Fahrt über die Nordbrücke.

Die letzte Schwarzpappel, die 160 Jahre erlebt hat mit einer Höhe von 34m.

Das Wahrzeichen von Klosterneuburg ist jedoch die Stiftskirche aus dem 12.Jht., das laut einer Legende an der Stelle erbaut wurde wo der Brautschleier von Agnes von Waiblingen, der Gemahlin von Markgraf Leopold III., gefunden wurde.

Um den 15.November jedes Jahr herrscht in Klosterneuburg der Ausnahmezustand. Der Leopoldimarkt mit dem berühmten Fasslrutschn, das mich schon als Kind wenig beeindruckt hat, erhöht den Lärmpegel und die Touristenfrequenz der Stadt erheblich.

Vom Bahnhof Klosterneuburg Kierling kann man untertags im halbstunden Takt nach Wien oder Tulln fahren.

Das Asia Restaurant Manda, das ich gelegendlich besuche, liegt am Anfang der Wasserzeile, wo früher Schiffer, Fischer und Gerber ihr Handwerk ausübten. Der Ledererhof stammt aus dem 16. Jhdt. und beherbergte bis 1796 das Gasthaus “Zum goldenen Löwen”

Im Salzstadel wurde mit Salz gehandelt, das damals aufgrund des großen Wertes im Mittelalter “weißes Gold” genannt wurde. Klosterneuburg erhielt 1480 das Monopol zum Salzhandel. Über die Fischergasse (Löwengasse) gelangt man nach St. Martin.

Im Happyland, wo das Hallenbad schon in die Jahre gekommmen ist, kann man noch eine Reihe von sportlichen Aktivitäten, wie Klettern, Tennis, Eislaufen, Basketball usw. tätigen.

In der Sportsbar im Happyland kann man hervorragend Balkanküche geniessen und aktuelle Sportübertragungen sehen.

Das Schützenhaus vom 1288 gegründeten Klosterneuburger Schützenverein liegt auch in unmittelbarer nähe.

Das Strandbad Klosterneuburg ist eher geeignet für Familien mit Kleinkindern.

In der “Wüd´n Goas” mit der Tages 1€ Suppe kann man halbwegs günstig essen.

Des Essl Museum wurde mittlererweise geschlossen.

Die Hundskehle mit der alten Poststation und den Türkenbrunnen verbindet die Untere Stadt (Niedermarkt und Stadtplatz) mit der Oberen Stadt wo sich der Rathausplatz und das Stift befinden.

Das Eulenspiegel ist ein gemütliches Bierlokal mit Speisen das sich schon über 20 Jahre in der Klosterneuburger Lokalszene gehalten hat.

Weidling

Die Weidlinger Pfarrkirche feierte 2008 ihr 600-jähriges Bestehen.

Das Neumann Schloß des  2013 verstorbenen Prof. Gustaf Adolf Jakob Neumann, dem ältesten Zeitungsherausgeber der Welt.

Die spätbiedermeierlich-frühhistoristische Villa Brunnenpark wurde im 20. Jahrhundert mehrfach erweitert.

Das Gasthaus Rath mit Indianer Fort und Spielplatz ist für Familien zu empfehlen.

Über die Lenaugasse, vorbei beim Friedhof und der Villa Meran gelangt man zum Rotgraben, wo der Naturpark Eichenhain beginnt.

Weidlingbach

Zu Weidlingbach gehört die Wienerwaldsiedlung Scheiblingstein, das im 16. und 17. Jhdt. nur aus Holzhackerhütten bestand. Scheiblingstein hat seinen Namen nach einem römischen Meilenstein, der heute noch einige hundert Meter südöstlich von der Siedlung im Wald eingezäunt steht.

Heute ist der Ort ein beliebtes Ausflugsziel, aufgrund der zahlreichen Waldhüttenwie die Gsängerhütte, Toiflhütte, Windischhütte, Rieglerhütte und Häuserl am Roan.

Kritzendorf

Highligt in Kritzendorf ist das Strombad an der Donau, das eines der ersten Freiluftbäder Österreichs war. Ende der 20er Jahre entwickelte sich das Strombad Badeplatz der Wiener Oberschicht und Kritzendorf erhielt Spitznamen wie “Riviera an der Donau”, Kritz-les-Bains”, oder auch “Gelsenstadt”. Heutzutage ist es gratis zugänglich!

Kurios sind die Stoffkatakomben vom Textil Mode Müller, wo du Stoffe aller Art in Meterware günstig ergattern kannst.

Der Silbersee an der Grenze zu Höflein mit seinem Gasthaus ist auch sehr beliebt.

Textil Müller

Höflein

Höflein ist die kleiste Gemeinde von Klosterneuburg mit einer Länge vom 2 km und einer Breite von 300m und liegt an der Donau und an der Schnellbahn.

Das Gasthaus “Zum Roten Hahn” wurde wieder neueröffnet, mit einem zuvorkommenden Wirt, der gleich “per Du” mit dir ist.

Ansonsten ist in Höflein mit seinen Kleingartensiedlungen an der Donau nicht so viel zu sehen.

Kierling

Bereits 1072 wurde Kierling erstmals urkundlich unter dem Namen “Chirchlingen”erwähnt. 1683 während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung wurde Kierling von den Osmanen geplündert. 1901 wurde Kierling ans Stromnetz angeschlossen und war ein beliebter Luftkurort. 1924 ist der Schriftsteller  Franz Kafka hier gestorben, daher befinden sich hier auch ein Kafka Museum und ein Gedenkstein. Der Jahrhundertaustrianer Schneckerl Prohaska wohnt auch hier. Ansonsten ist Kierling relativ unspektakulär.

Von der IST Austria kann man in 20 min durch den Wald zur Redlinger Hütte wandern. Dort finden auch Sonnwendfeiern und sonstige Veranstaltungen statt.

Gugging

Gugging war hauptsächlich bekannt wegen seiner Nervenheilanstalt, die 2008 einer Elite Universität, der “IST Austria” gewichen ist.

Das Museum Gugging, wo Werke der begabteren Anstaltsinsassen ausgestellt sind befindet sich weiterhin dort.

Die Lourdesgrotte wird hauptsächlich von Gläubigen oder von Leuten, die kanisterweise das Wasser der Grotte abzapfen, besucht.

Eier bekommt man in Gugging rund um die Uhr. Aber nichts dazu.

Richtung St. Andrä ist noch Teddy´s Home, wo eine Ansammlung von Teddybären bei jeder Witterung das Haus bewachen.